Thisio 1900; [The story]

Athen war und blieb lange Zeit eine industriell geprägte Stadt. Sie war von kleinen Läden dominiert, die allerhand Konsumgüter vom Erstbedarf bis zu Luxusartikeln anboten. Als in den frühen 1900er Jahren die Straßen Ermou, Aiolou und Athinas entstanden, wuchs ein neues Gewerbegebiet entlang dieser modernen Achsen. Die Geschäfte und Werkstätten breiteten sich zum Großteil von Osten nach Westen beidseitig von der zentralen Achse, der Straße Ermou, aus. Schließlich beherrschten die Läden das gesamte Gebiet zwischen Monastiraki und dem westlichen Rand der Straße Adrianou, dem Viertel Psyrri und dem Dreieck zwischen den Straßen Ermou, Athinas und Evripidou (wo sich heute ein Einkaufszentrum befindet).

Das wachsende Gewerbegebiet stieß im Norden und Osten an die "gehobenen" Viertel Omonoia und Syntagma. Daher konnte sich die Industriezone nur in den Westen der Stadt ausbreiten. Der Platz Agion Asomaton im Westteil von Athen diente als Endstation für Kutschen und Landtransporte, die immer zahlreicher aus Piräus in der Stadt eintrafen. Mit der Errichtung des Bahnhofs im Jahre 1869 stieg die Auslastung des städtischen Knotenpunktes noch stärker an, so dass Thisio um 1900 zur Logistik-Drehscheibe von Athen wurde.

Das gesamte Areal platze mit Einrichtungen des Verkehrsbedarfs aus allen Nähten. Zu den alteingesessenen Packsattelmachern und Futtermittelhändlern gesellten sich die frischeröffneten Kutschenwerkstätten, Tischlereien und Schlossereien. Ebendiese Kutschenwerkstätten bereiteten den Weg für die Ausdehnung des Gewerbegebiets gen Westen.

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